Digitalisierung beginnt nicht mit einer Softwarelösung
Wenn Abläufe zu viel Zeit kosten, Informationen an mehreren Orten liegen oder Wissen an einzelnen Personen hängt, klingt neue Software schnell nach der naheliegenden Antwort. Doch bevor ein Unternehmen ein System auswählt oder entwickeln lässt, muss eine wichtigere Frage geklärt werden: Welches Problem soll im Arbeitsalltag tatsächlich gelöst werden?
Genau hier setzt die geförderte Beratung bei Develate an. Nicht eine vorab festgelegte App, Plattform oder Automatisierung steht am Anfang, sondern eine strukturierte Analyse. Welche Arbeitsschritte funktionieren bereits? Wo entstehen Wartezeiten, Rückfragen oder doppelte Pflege? Welche Informationen fehlen? Und welche Veränderung können die Menschen im Unternehmen sinnvoll mittragen?
Das Ergebnis kann eine individuelle Software sein. Genauso gut kann sich zeigen, dass ein vorhandenes Werkzeug, ein klarerer Prozess oder eine bessere Dokumentation zunächst den größeren Hebel bietet. Diese Offenheit schützt vor Investitionen, die technisch funktionieren, aber am tatsächlichen Bedarf vorbeigehen.
Beratung mit Blick für Zusammenhänge
Nicole Führing ist seit rund 20 Jahren selbstständig. Ihr Weg führte vom Gründungscoaching über Marketing, Vertrieb und Organisationsberatung bis zur Begleitung von Digitalisierungsvorhaben. Als Scanner-Persönlichkeit erfasst sie Zusammenhänge schnell, stellt gezielte Fragen und verbindet die Perspektiven von Geschäftsführung, Mitarbeitenden und Technik.
Ihre Aufgabe besteht dabei nicht darin, einem Unternehmen von außen eine fertige Antwort überzustülpen. Sie schafft einen Rahmen, in dem die internen Expertinnen und Experten sichtbar machen können, was im Alltag wirklich passiert. Aus Coaching-Sicht stellt sie die Fragen, aus Beratungssicht strukturiert sie die Erkenntnisse und aus Förderperspektive ordnet sie das Vorhaben in einen passenden Prozess ein.
So wird aus einem diffusen Wunsch wie „Wir müssen digitaler werden“ eine belastbare Beschreibung: Was ist der Engpass? Wer ist davon betroffen? Welche Ressourcen und Systeme sind bereits vorhanden? Was soll sich messbar verbessern?
Die Menschen im Prozess mitnehmen
Digitalisierung verändert selten nur Technik. Sie verändert Zuständigkeiten, Kommunikation und gewohnte Abläufe. Werden die Menschen, die täglich mit einem Prozess arbeiten, erst nach einer Softwareentscheidung einbezogen, entstehen leicht Missverständnisse und Widerstand. Im schlimmsten Fall wird ein neues System eingeführt, ohne dass jemand nachvollziehen kann, warum es so gebaut wurde.
In der Beratung wird deshalb an realen Arbeitssituationen gearbeitet. Nicole beobachtet Zusammenhänge, fragt nach Bottlenecks und bringt Erfahrungen aus anderen Projekten ein. Die Mitarbeitenden entwickeln Lösungen aktiv mit, statt lediglich ein fertiges Konzept präsentiert zu bekommen. Dadurch werden Anforderungen genauer und Entscheidungen verständlicher.
Der Aufwand wird nicht zu einer losgelösten theoretischen Übung. Die Analyse findet nah am Tagesgeschäft statt und nutzt das Wissen, das im Unternehmen ohnehin vorhanden ist.
B2B
Welcher Engpass in Ihrem Unternehmen kostet heute am meisten Zeit – und was müsste geklärt sein, bevor Sie dafür Software beauftragen?
Wir betrachten den Prozess gemeinsam mit den Menschen, die ihn täglich leben, dokumentieren die Anforderungen und zeigen, ob Software, ein anderes Werkzeug oder zunächst ein besserer Ablauf der sinnvollste nächste Schritt ist.
Schritt 1 von 2
Schritt 2 von 2
Unverbindliche Kontaktanfrage
Mit dem Absenden stellen Sie eine unverbindliche Kontaktanfrage an develate. Wir nutzen Ihre Angaben, um Ihre Anfrage persönlich zu beantworten.
Zwei Förderwege für unterschiedliche Ausgangslagen
Stand der folgenden Angaben: 24. Juli 2026. Förderbedingungen können sich ändern. Ob ein Unternehmen und ein konkretes Vorhaben förderfähig sind, muss immer vor Beginn der Beratung individuell geprüft werden; eine Förderung ist nicht automatisch garantiert.
INQA-Coaching
Das bundesweite INQA-Coaching richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die Veränderungen im digitalen Wandel gemeinsam mit ihren Beschäftigten gestalten möchten. Nach den offiziellen Informationen für KMU werden 80 Prozent der Kosten für bis zu zwölf Coaching-Tage übernommen. Der aktuelle Förderzeitraum läuft von 2023 bis 2028.
Der Einstieg führt über eine INQA-Beratungsstelle. Dort werden die Voraussetzungen und das Coaching-Ziel geklärt. Anschließend arbeitet das Unternehmen mit einem autorisierten INQA-Coach an den konkreten Herausforderungen. Die aktive Beteiligung der Mitarbeitenden ist ein zentraler Bestandteil des Programms.
BAFA-geförderte Unternehmensberatung
Die BAFA-Förderung unterstützt KMU bei wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Laut der offiziellen BAFA-Übersicht beträgt der Fördersatz abhängig vom Unternehmensstandort 50 oder 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten. Der maximale Zuschuss liegt entsprechend bei 1.750 oder 2.800 Euro.
Die derzeitige Richtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2026. Wichtig ist die Reihenfolge: Der Antrag muss vor Beratungsbeginn gestellt werden. Bei diesem Programm kann bereits der Abschluss des Beratungsvertrags als Beginn gelten, weshalb die formalen Schritte vorab geklärt werden müssen.
Welcher Weg passt, hängt unter anderem von Unternehmensgröße, Standort, Alter des Unternehmens, Zielsetzung und gewünschter Arbeitsweise ab. Diese Einordnung gehört deshalb an den Anfang und nicht ans Ende des Vorhabens.
Aus der Analyse wird ein umsetzbarer Plan
Eine gute Beratung endet nicht mit einem Gespräch, an das sich später jeder anders erinnert. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt. Darin steht nachvollziehbar, welche Herausforderungen erkannt wurden, welche Lösungswege geprüft wurden und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Gerade bei Software- und Strategieprojekten wird diese Dokumentation zu einer Art Bedienungsanleitung für die weitere Umsetzung. Sie kann Prozesse, Verantwortlichkeiten, Anforderungen und Prioritäten festhalten. Je nach Vorhaben entsteht daraus auch die Grundlage für ein Unternehmenswiki oder ein digitales QM-Handbuch, in dem Wissen dauerhaft verfügbar bleibt.
Damit kann das Unternehmen anschließend zu einem passenden Dienstleister gehen und auf einer belastbaren Basis entscheiden. Develate kann die empfohlene Lösung umsetzen, weil der Kontext bereits bekannt ist. Diese Umsetzung ist jedoch keine Bedingung der Beratung. Die Empfehlung soll zum Unternehmen passen und nicht zu einem vorab festgelegten Produkt.
Erst verstehen, dann gezielt investieren
Geförderte Beratung senkt nicht nur den finanziellen Einstieg. Ihr eigentlicher Wert liegt darin, vor einer größeren Investition Klarheit zu schaffen. Unternehmen gewinnen ein gemeinsames Verständnis ihrer Prozesse, beziehen die betroffenen Menschen ein und erhalten dokumentierte Handlungsempfehlungen.
So beginnt Digitalisierung nicht mit einem Pflichtenheft voller Funktionen, sondern mit einer fundierten Entscheidung: Was muss sich verändern, welche Lösung trägt dieses Ziel und welcher nächste Schritt ist jetzt wirklich sinnvoll?